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~ Soul of the Night ~

RPG-Admin Legende:

So ward Lilith, Adams erste Frau, von Gott aus Adams Herzen erschaffen und geformt worden. Adam gefiel seine Frau, er war glücklich mit ihr und Gott war zufrieden mit seinem Werk, als er sah, wie glücklich sie waren.
Lilith jedoch, die gescheiter und hinterlistiger als ihr Ehegatte war, zweifelte die Macht Gottes an und fiel dadurch in Ungnade beim allmächtigen Herrscher.
Adam, der seine Frau liebgewonnen hatte und wusste, dass sie ein Kind von ihm erwartete, flehte um das Leben der Mutter seiner Kinder.
Doch Gott blieb unbarmherzig. Statt auf den Wunsch seines Geschöpfes einzugehen, schuf er aus Adams Rippe eine zweite Frau... Gott nannte sie Eva und Adam war zufrieden mit ihr... vergas Lilith vollkommen.
Da schwor sich Lilith ewige Rache und ging aus dem Paradies.
In der harten Welt gebar sie Zwillinge und lebte fortan ein gewöhnliches Leben. Doch eines Tages, als sie bei Nacht fortging, um wiedermals Gott zu verfluchen, kamen ein Wolf und eine Fledermaus zu den Kindern und bissen diese.
Als Lilith zurückkehrte und sah, dass ihre beiden Söhne dem Tode nahe waren, brach sie über ihnen zusammen und weinte kläglich, floh Gott um Hilfe an und dieser erhörte sie.
Sie bat um das Leben ihrer Kinder, doch Gott wollte ihr den Wunsch nur gewähren, wenn sie das ihre dafür gab und in Kauf nah, dass ihre Säuglinge fortan ein ruheloses Leben der Nacht führen sollten.
Lilith in ihrer Verzweiflung blind, nahm sogleich an und hauchte den Kindern ihr eigenes Leben ein.
Fortan streifte der eine Knabe als Wolf ruhelos in den Wäldern umher bei Vollmond nacht, während der andere sich unter der Erde verbarg und das Tageslicht verdammte.
So wurden Vampire und Lycaner geboren.
Einer Art abstammend.

Doch die Vampire, die schon immer den Luxus und Stil, dem ruhelosen Wandern vorgezogen hatten, verdammten die Lycaner, lachten über sie und erhoben sich zu etwas besseren.
So nahmen sie die Lycaner gefangen, versklaven nach und nach ihre folgenden Generationen und machten sich ihrer Untertan, sodass jene die Wächter ihrer Gräber wurden.
Bis eines Tages ein tapferer Sklave zum Aufstand aufrief und sich tatsächlich die meisten Lycaner in die Freiheit retten konnten.
Doch das erzürnte die Vampire und so entbrannte ein grausamer Krieg, der viel Opfer auf beiden Seiten zu beklagen hatte, sodass die beiden Anführer der Kasten sich dazu entschlossen einen Pakt zu schließen, der das Leben der anderen Kaste gewährte.
Lycaner würden bei Lycaner bleiben. Vampire bei Vampiren.
Sollten sich jedoch ihre Wege kreuzen, würde erneut nach altem Kampf entschieden, wär frei seines Weges ziehen dürfte... so wurde es beschlossen und hieß es bis heute.
Doch mittlerweile waren beide Kasten des Kämpfens müde, Todeshändler gab es nicht mehr, sie zogen sich weit voneinander zurück.
So blieb es, bis heute...
Narvar Mit tränenüberströmtem Gesicht, lief der schwarzhaarige durch die dunklen Straßen Prags. Eigentlich sollte es einer seiner schönsten Tage werden, schließlich wurde man nur einmal im Leben 18, doch dies war leider nicht so. Erst vor kurzem hatte er von seiner Wahren Identität erfahren, musste den Menschlichen Namen Pavel abgeben und sich an seinen neuen gewöhnen. Narvar Farger. Es war ein Außergewöhnlicher Name für einen Außergewöhnlichen Jungen. Ja Narvar war kein Junge wie die anderen, er war nicht einmal ein Mensch. Mit dieser Tatsache hatte er vor zwei Jahren zu kämpfen, es fiel ihn nicht leicht, diese zu Akzeptieren, doch dass was er heute, an seinem 18 bzw. 100 Geburtstag erfahren hatte, dass sollte den Dingen einen neuen Lauf bescheren.

Langsam wurden die Schritte Navars, wusste dieser nicht einmal mehr wo er sich befand, zu viele Gassen und Straßen hatte er überquert, nur um von den Worten des ältesten davon zu laufen. ~ Die Geschichte der Lycaner und der Vampire, geht schon von Anbeginn der Zeit. Damals hatten die Vampire uns als ihre Sklaven angesehen, viele von uns wurden schon in der Sklaverei Geboren. Erst als ein Tapferer Lycaner einen Widerstand anfing, kam es zum Erbitterten Krieg, beide Seiten, sowohl die Vampire als auch wir Lycaner mussten Zahlreiche Opfer beklagen ….. und weist du Narvar, ich war noch nie so stolz, den Jungen, großziehen zu dürfen, dessen Vater uns die Freiheit geschenkt hatte. Auch wenn sie ihn damals in Gefangenschaft nahmen, bin ich mir sicher, dass er noch lebt.~
Sinael Alejandro Er war ganz vertieft in die Zeilen, die vor ihm lagen und ihm eine sehr alte Geschichte preisgaben. Eine Tradition.
Ab und an strich er sich die silberngrauen Vorderhaare aus dem Gesicht, die widerspenstig in dieses fielen, wenn er sich zu weit über das antike Buch beugte. Seine blutroten Augen wichen dabei jedoch nicht von der Seite.
Sinael Alejandro, ein Mensch, von dessen Aussehen man schließen würde, dass er ein Jugendlicher von gerade 17 Jahren war, gab es in Wirklichkeit nicht.
Er war kein Mensch.
Er war Sinael, der Vampir, Erbe des Vampirclans und an die 100 Jahre alt. Er war stolz und stark, jedoch auch etaws überheblich, doch das passte, war er doch ein Geschöpf der Nacht.

Sinael saß allein in der großen Bibliothek im Dunklen, neben ihm stand nur eine kleine Kerze, die brannte und ihren Schein über die Seiten warf. Eigentlich hätte er sie nicht gebraucht, doch Sinael hang - obwohl er es vor seinem Meister Vittorio niemals zugeben würde - doch noch etwas an dem Menschlichen in sich...
Mit dem Ertönen einer Glocke, wurde der Grauhaarige aus seinen Gedanken gerissen, die er sich über das Gelesene machte. Er blickte auf und schaute an die gegenüberliegende Wand. Dort befand sich eine altes, hölzernes Portal über dem eine Uhr hing. Sie schlug Mitternacht.
> Sei gegrüßt Sinael Alejandro... in deinem neuen Lebensjahr! Ab dem heutigen Tag bist du ein richtiger Vampir von 100 Jahren - 18 in Menschlichen... Volljährigkeit, sei willkommen <
Er seufzte, klappte das Buch zu und stand auf.
Keiner würde ihm zu seinem Geburtstag gratulieren, niemand wusste einmal, dass er an seinem Bluttag Geburtstag gehabt hatte. Aber unter den Vampiren wurden auch so eine Geburtstage gefeiert, nur Bluttage. Dass diese beiden Daten bei Sinael zusammenlagen, wusste der Grauhaarige noch, doch das war auch alles, was er noch über seine Menschliche Seite wusste und es war eigentlich schon zu viel...
Narvar Die letzten Worte des ältesten hallten immer noch in seinen Kopf, das Hämmern wurde immer lauter und als er aufsah musste er feststellen, dass die Turmuhr Mitternacht schlug.

Eine weile sah der schwarzhaarige in den Himmel, er liebte die Finsternis, nicht nur weil er ein geschöpf der Nacht war, sondern weil er sich darin geborgen fühlte. Er konnte an manchen Tagen einfach nur so dastehen und die dunkelheit betrachten, sie in sich aufziehen, heute schien wieder so ein Tag zu sein.

Langsam wischte er sich die verbliebenen Tränen aus den Gesicht, starrte einfach nur in den Himmel und genoss die Brise Wind die um seine Nase wehte.
Sinael Alejandro Wenige Zeit später schritt er durch die großen Steingänge im Haupthaus umher. Es war ein altes Gemäuer aus dem 16/17. Jahrhundert und doch noch gut erhalten. Hier fanden Vampire Zuflucht und eine Unterkunft, wenn sie es bei ihrem ewigen Umherstreifen benötigten.
Sein Meiter Vittorio hatte von hier damit begonnen die Vampire zu einigen und heute war er ständig unterwegs um neue Kasten zu schmieden.
Zugleich blieb er, Sinael, sein Vertreter, zurück und kümmerte sich um die Gäste.
Aber eigentlich verabscheute Sinael die anderen Vampire. Er war ein typischer Einzelgänger, die anderen interessierten ihn nicht, nur sein geliebter Meister.
Obwohl die Gänge leer waren, spürte er sie doch in den Zimmern und Katakomben, die redeten und trafen sich, man spürte sie und doch waren sie wie Geister... nicht präsent. Verbrogen.

Bald schon kam Sinael zu einer Treppe, diese stieg er herab, um sich auf einen weiteren, finsteren Gang, der ab und an von Fackeln beleuchtet wurde, wiederzufinden.
Diesen schritt er bis zum Ende, wo er auf zwei Türen traf. Er ging zur kleineren, öffnete diese und fand sich in einer Art Vorrautsraum wieder. Der Gestank von schmutzigen Blut und altem Fleisch stieg ihm entgegen. Sein letztes Menschenopfer. ER ging zu diesem und zog seinen Dolch empor. Die Leiche lag einfach so auf dem kalten Steinboden, es war eine junge Frau, er hatte ihr vor zwei tagen das Leben genommen - ein Geschenk Vittorios zu seinem Bluttag, da er nicht an diesem anwesend sein konnte.
Mit dem Dolch stach Sinael in den toten Körper und öffnete die Bauchdecke, holte dann alle guten Inerreien hervor und legte sie in eine große Schüssel, die in einer Ecke des Raumes stand, dann verließ er wieder den Raum und nahm mit dem "Essen" die zweite Tür, die ihn erneut zu einer Treppe führte, die ihn nach unten, ganz nach unten, sogar noch weiter als unter die Katakomben, wo die meisten Schlafplätze lagen, führen würde.
Narvar Die Dunkelheit löste in den schwarzhaarigen einen wohligen Schauer aus. Genießerisch hielt er die Augen geschlossen, lies die kühle Briese über sein Gesicht streifen und versetzte seine Gedanken in die Vergangenheit

~* Pavel lief durch den Wald, freute sich auf den heutigen Abend, denn es war sein 16. Geburtstag. All seine Freunde sollten am heutigen Tage zu ihm kommen, wollten mit ihm Feiern und Tanzen und zur Krönung durfte der Schwarzhaarige das erste Mal bei seinen Besten Freund schlafen. Es war nicht so, dass seine Eltern kein Vertrauen in ihren Sohn setzten, das war es nicht, sie hatten lediglich Angst davor, dass der Junge die Wahrheit über seine Eltern erfahren könnte. Die Wahrheit darüber, dass die Personen die sich seine Eltern nannten, überhaupt nicht seine Eltern waren, das er ein Findelkind war, dass sie vor 14 Jahren im nahe gelegenen Wald fanden und aufnahmen.

Es wurde immer schwieriger diese Wahrheit Pavel zu verschweigen, zumal er seinen Eltern nicht im Geringsten ähnlich sah. Irgendwann mussten sie ihm die Wahrheit erzählen, doch das es an diesem Tag geschehen sollte und was mit dem Jungen an diesem verhängnisvollen Tag alles geschehen sollte, konnte keiner Ahnen.*~


Immer noch mit geschlossenen Augen stand Narvar da, sein Gesicht war wie zu vor noch gen den Himmel gerichtet und ein tiefes ein und ausatmen konnte man von dem Schwarzhaarigen vernehmen. Die Erinnerungen an damals schmerzten ihn, doch er wusste, solange er nicht mit dieser abgeschlossen hatte, solange konnte er seinen Richtigen Vater nie kennen lernen, solange würde seine Mission, diesen aus der Gefangenschaft der Vampire zu befreien scheitern.

~* Als der 16 Jährige kurz vor seinem Eltern Haus ankam, konnte er schon die Tränen ersticke Stimme seiner Mutter hören, die immer und immer wieder dieselben Worte sagten. „Ich wusste es, ich habe es immer schon gewusst“ Traurig sah sie ihren Mann und danach die beiden Fremden an. Was wollten die Männer von mir dachte sich der Junge, konnte sich nicht erklären warum seine Mutter so traurig war, was hat dies alles zu bedeuten, warum hatte er plötzlich so eine schlimme Vorahnung.

Die letzten paar schritte, hatte Pavel hinter sich gebracht, stand nun genau neben den Männer und sah seine Eltern mit Fragenden Blick an. „Es tut mir leid Pavel“ sprach sie leise, bevor der Junge wusste wofür sich seine Mutter Entschuldigte, packten ihn die Männer und zogen ihn von diesen weg. „Nein, ich will nicht Mamutschka warum, was wollen die von mir… ich hab doch niemanden etwas getan“ schrie Pavel, schlug wild um sich herum. „Es muss sein“ sprach der ältere Mann, schlug Pavel ins Gesicht, da dieser sich immer noch wehrte, sah danach kurz gen den Himmel und murmelte unverständlich ein paar Worte.

Kurz zuckte dieser zusammen, wurde er noch nie zuvor geschlagen und so kam diese Geste Überraschend. Lange haben die Männer nicht mehr Zeit, der Vollmond zeigte sich am Firmament und die Verwandlung des Jungen würde bald beginnen.
Pavel nahm noch einmal all seine Kraft zusammen, versuchte sich zu wehren, trat gegen das Bein des anderen und schlug mit der einen Hand auf diesen ein.

Erst als ein nicht Menschlicher laut über Pavels Lippen kam, sahen die Anwesenden, die Veränderungen an diesem. Der Körper des Jungen hatte sich begonnen zu verwandeln, die Knochen wurden zu einer nicht mehr Menschlichen gestalt geformt. Immer lauter wurden die schreie Pavels, immer mehr Kraft entsprang aus seinen Armen und mit einen mal konnte er sich von den Mysteriösen Männern befreien. Mit tränen reichen Gesicht sah er an sicher herab, spürte das sich alles in ihm veränderte …. „Verdammt, was geschieht hier mit mir“ stieß er wütend von sich, danach verschwand er Schutz suchen und voller Angst zurück in den Wald. *~

Mittlerweile hatte der Regen eingesetzt und benetzte Narvars Gesicht, mit der rechten Hand, wischte er sich die klebrigen Haare aus dem Gesicht. Danach machte er sich auf den Weg und suchte sich einen Unterschlupf.
Sinael Alejandro 
Er war schon lange Zeit unterwegs, durch Gänge, die einem Menschen bestimmt zu verworren und endlos erschienen wären, als dass sie ihn noch weiter beschritten hätten.
In den Gemäuern unter den Katakomben gab es eine Art Labyrinth und Sinael kannte sich hier von der Bruderschaft am besten auf, war er doch als junger Vampir immer hierher geflüchtet, da er seine Fächigkeiten verachtet und sich selbst für eine Ausgeburt der Hölle gehalten hatte.

Doch dem war nicht mehr so.
Ein Grinsen schlich sich auf sein GEsicht. Wie töricht er doch damals gewesen war! Er und ein Werk des Teufels? - Nein, niemals. Er stand höher. Er war erhabener!
Doch damals war er wohl unaustehlich gewesen, er wunderte sich selbst, weie sein Meister es nur mit ihm ausgehalten hatte.

~ * "Du musst trinken, du bist ganz schwach, mein Junge... mein armes Kind, trink, so lange das Blut noch rein und warm ist!"
"NEIN!", schrie er laut und fegte den goldenen Kelch, den sein Meister Vittorio ihm vorhielt, aus dessen Hand.
"Niemals! ... Ich werde es nicht tun... das ist abartig! Ich muss sterben... tötet mich, ich bin eine Augeburt der Hölle! Seht nur, was mit mir geschehen ist!"

Er fiel auf die Knie und verbarg sein Gesicht hinter seinen Händen. ER wollte weinen, schreien, schluchzen, verzweifeln, doch alles was er fühlte war eine Vollkommene Kälte und Leere, die ein überall einnahm, während seine Gedanken gerade zu nach dem Blut schrien.
"Mein Kind... so höre auf mich, du musst etwas zu dir nehmen, sonst nimmt die Bestie von dir Besitz und dann nützt du keinem etwas mehr! Du musst diese himmlische Gabe annehmen, Sinael!"
"Nennt mich nicht so! Ich heiße nicht Sinael!", begehrte er ein weiteres Mal auf und blickte voller Hass in die Augen seines Gegenübers, der so imposant wirkte, dass er schon einer pefekten Schönheit gleichkam.

"Nein... wie heißt du dann, mein Kind?", fragte der Mann ganz ruhig mit einem Schmunzeln auf den Lippen.
Sinael wollte ihm etwas erwidern, ihm seinen Namen so laut entgegenbringen, dass dieser ihn nie vergessen würde. Doch genau in dem Moment, da er seinen Mund öffnete, wusste er gar nicht seinen Namen. Nur noch dieser eine war geblieben, jener, den er von diesem Fremden erhalten hatte, den er bei seinem Aufwachen zum ersten Mal gesehen hatte und der ihn nun schon seit einiger Zeit - er wusste ger nicht wie lang - hier in diesem Schloss festhielt.
Sinael Aljenadro Lavariel...

Seine Augen weiteten sich. Er schrie nochmals wie verrückt und sprang dann plötzlich auf, rannte einfach aus dem großen Zimmer durch die gesamten Gänge des Hauses. Seine Verzweiflung schrie er dabei heraus und sie halte von den großen Gängen wieder, als wollte das Haus mit ihm trauern.
Vittorio blieb im Zimmer zurück, das Lächlen war nicht von seinen Lippen gewichen, während er zu seinem Kelch mit Blut griff und ihn vor sich hielt, die Flüssigkeit amüsiert anschaute.
"Armer, verwirrter... dummer Junge, du ahnst noch nicht einmal das Ausmaß an dem, was ich dir eröffnet habe!" ~ *

Doch nur wenig später nahm Sinael doch das finstere Geschenk an. Er lernte viel von seinem Meister, welcher ihn für die dunklen Künste begeisterte und Sinael dachte nur noch voller SChande an diese ersten Wochen zurück, in denen er sich geweigert hatte Blut zu sich zu nehmen und sein ehrwürdiger Meister ihm kurz vor dem Ausbruch der Bestie immer mit Gewalt hatte dieses einflößen müssen.
Welch elende Zeiten!

Doch schnell verwarf er den Gedanken, als sich ein Gang vor ihm auftat, der mit Fackeln beleuchtet war und auf dem viele Zellen nebeneinander lagen.
Endlich war er angekommen.
Narvar Es dauerte nicht all zulange, da kam er an einer alten Kirche an. Ihr hoher Turm ragte bis in den Himmel und zerschnitte die sich bildeten Wolken. Narvar überlegte eine weile ob er diese Betreten sollte, zulange hatte er ein solches Haus Gottes nicht von innen gesehen. Obwohl seine Zieheltern jeden Sonntag in der Kirche waren, um zu ihren Gott zu beten, tat es Narvar seit zwei Jahren nicht mehr. Er hielt es als Geschöpf der Nacht nicht für angebracht einen Gott zu haben der nicht einmal seines Gleichen kannte.

Vorsichtig öffnete er die große Holztür, betrat langsam die Kirche und kniete sich das erste Mal seit zwei Jahren vor den Altar.

~* Heute war es wieder so weit, der Tag an dem sie wie jeden Sonntag in die Kirche gingen. Pavel war einer der Gläubigsten unter seinen Freunden, auch wenn es niemand glauben wollte, doch er interessierte sich für die Geschichte Gottes und fing an Nachforschungen zu machen. Für seine 14 Jahre, war der Junge schwarzhaarige sehr wissbegierig und lernte fleißig auch wenn seine Eltern ihm immer sagen mussten, das es nicht gut für ihn sei, soviel zu wissen. Die Geschichte der Kirche, der Christen und den Glauben war eine sehr lange und vor allem sehr schreckliche Geschichte. So lernte der Junge Pavel, das die damaligen Christen nicht immer so Christlich waren wie angenommen, denn sie Veranstalteten regelrechte Hexenverfolgungen und dessen Verbrennung am Scheiterhaufen. Und das auch noch an Unschuldige, egal ob es Kinder oder Frauen mittleren alters waren.
Er konnte nicht verstehen, wie ein Mensch einen anderen Menschen so etwas antun konnte, vor allem wenn dies noch Kinder waren. Doch auch dies sollte er eines Tages in einem der Bücher lesen. *~

„Herr, du mein Allmächtiger“ die Worte des Jungen Mannes hallten in der schon recht alten und dennoch sehr faszinierenden (wie Narvar fand) Kirche. „Ich habe dich nie verleugnet, nie habe ich auch nur an dir gezweifelt und doch bin ich ein Geschöpf der Nacht geworden, ein Geschöpf das es niemals geben sollte und dennoch existieren wir. Ich frage dich Warum, warum hast du zugelassen, das mir so ein Schicksal widerfährt. Was habe ich mir je zu schulden kommen lassen, das ich mein Leben nicht als Mensch sondern als Bestie fristen muss.“ Die letzen Worte waren nur mehr ein hauch, die Narvar vor sich hin flüsterte.


Sinael Alejandro Kurz musste er sich nochmals orientieren. Es war schon einige Zeit verstrichen, seitdem er das letzte Mal hier unten gewesen war. Hier, wo eigentlich nur Hohe Zutritt hatten und sich selbst die Vampire aus seiner eigenen Kaste Mythen über diesen Ort erzählten.
Wenn sie wüssten, wer hier unten gefangen war, würden sie sich wohl nicht mehr so sicher fühlen, wie sonst.
Dieser GEdanke trieb Sinael ein böses Grinsen auf die Lippen, dass jedoch sogleich verschwand, als er weiter in den Gang eintrat und nach einer bestimmten Zelle suchte.

Er brauchte nicht lange zu gehen, da fand er sie auch. Im Gegensatz zu den anderen Zellen, besaß sie keine hölzerne Tür, sondern der Zellenraum war nur durch Stäbe vom Gang getrennt, sodass man gänzlich hinein schauen konnte, doch die Stäbe sollten nicht zu unterschätzen sein, sie hüteten schon seit einigen Jahrhunderten ein dunkles Geheimnis des Ordens.
Ein Geheimnis, das sich kurz vor Sinael mit einen Knurren bemerkbar machte.
Er trat näher an das Gitter heran und im nächsten Moment trat eine Bestie ins Licht der Fackeln hervor und stieß heftigst gegen das Gitter.
"Dir auch einen schönen guten Abend", ergriff der schwarzhaarige Vampir das Wort.

Erst verstummte die Bestie, die fast doppelt so groß wie er selbst war, dann musterte sie ihn mit ihren kalten, hellen Augen genaustens, bis sie schließlich zurücktrat.
Für Sinael war es immer wieder ein seltsamer Anblick, dieses Wesen, was zwar Bestie - Wolf besser gesagt - war, jedoch auch noch menschliche Züge erkennen ließ.
Dies war die untere Kaste ihrer Art, die früheren Sklaven der Vampire... Lycaner. Zwar stark aber doch dumm.

Im nächsten Moment verwandelte sich jedoch die Bestie zurück, bekam immer mehr das Aussehen eines Menschen zurück, eines Mannes in seinem besten Alter. Nachdem dieser sich zurück verwandelt hatte, glitt er für einen Moment in die Dunkelheit der Zelle zurück, bis er wieder bekleidet ins Licht zurücktrat.
"Was verschafft mir die Ehre Eures Besuches... es ward einige Zeit verstrichen seit Eurem letzten Besuch", begann der Mann zu sprechen.

Sinael antwortete nicht, sondern reichte ihm stattdessen die Schüssel entgegen, sofort trat wieder dieser Glanz in die Augen des Mannes, dieses tierische, dieses bestialische, vor dem selbst Sinael sich manchmal fürchtete, auch wenn er es nicht zu gab.
"Wisst Ihr, dass ich zu Euren Zeiten heute meine Weihe als Todeshändler erhalten und meinen ersten Lycaner in dieser Nacht hätte niederstrecken müssen?", entgegnete er stattdessen, bekam nun wiederum keine Antwort.

Er seufzte.
"Natürlich nicht... Ihr seid ja nicht mit unseren Sitten vertraut. Und doch kann ich Euch sagen, dass Ihr der Einzige seit, der sich nicht vor mir zu fürchten braucht."
"Wieso sollte man sich vor einem Jüngling fürchten? Es gibt gewiss viele meiner alten Freunde, die noch leben, diese solltet Ihr eher fürchten."
Sinael konnte ein Lachen nicht unterdrücken und warf zugleich das Fleisch, welches er mitgebracht hatte, auf den Boden der Zelle. Erst zögerte der Lycaner, dann nahm er es und verschwand nochmals für einen Augenblick im Schatten.
Schließlich trat er wieder ohne es hervor, währen Sinael sich gemächlich gegen die Wand lehnte.

"Ehrlichkeit ist eine Tugend, die Ihr besitzt, doch kann sie zugleich auch beleidigend sein... Vergesst Ihr etwa, dass Ihr mit Eurem Retter sprecht?"
"Retter? - Eher Henker! Hättet Ihr mich doch sterben lassen in jener Nacht!"
"Das Leben ist ein Geschenk, selbst das Unsterbliche... schmeißt es nicht weg, nur weil Euer Stolz es Euch verbietet Dankbarkeit einem Vampir gegenüber zu zeigen", entgegnete Sinael gekonnt und erwiderte den Blick des Lycaners.

"Wie dem auch sei..."
"Dann solltet Ihr auch nicht weiter an dem Stolz festhalten, dass Ihr Euch einsam fühlt und aus jenem Grunde zu mir kommt."
Er schnaubte verächtlich auf dies und wandte seinen Blick für einen Moment ab.
"Wie könnt Ihr es nur wagen..."
"Indem ich weiß, was in Euch vorgeht. Wir haben schon solch lange Zeit in Debatte und Diskussion verbracht - was ich selbst kaum glauben kann, aber dem ist nun mal so - und so kenne ich Euch doch gut genug." Der Lycaner schien sich seiner Sache sicher und SInael wusste innerlich, dass er Recht hatte.

Es war schon merkwürdig, was für ein seltsames Band sie beide verband. Es war keineswegs das Herr-Sklave Verhältnis oder aber ein freundschaftliches... Man konnte es eigentlich nicht wirklich zu ordnen, was ihn, diesen Fürst der Lycaner und ihn miteinander verband außer den endlosen Debatten, wem nun die Macht zu stand.
Obwohl der Lycaner meistens darauf bestand, dass die Arten gleicbberechtigt und in Frieden leben sollten, während Sinael auf die Meinung seines Meisters bestand.

Und doch hegte Sinael für diesen Lycaner keine Verachtung, wie bei all den anderen, sogar ein gewisser Respekt war da. Und er wusste, dass auch der Lycaner in in seiner Art und Weise schätze, dennoch nicht zögern würde, ihn zu töten, wenn er die Chance zur Flucht dadurch bekam.

Sinael ließ sich mit diesen GEdanken an der Wand herabgleiten und erhob wiedermals das Wort.
Es würde eine lange Nacht voller Worte werden, ruhiger aber auch bedachter Worte.
Und das Wichtigste, er würde sich nicht mehr so leer und einsam fühlen...
Etwas, was er für lange Zeit ertragen hatte und als Vampir ebenso sollte wie musste.
Aber manchmal, nur manchmal viel er eben in sein irdisches Leben zurück und dann sehnte er sich nach Nähe.
Und er war dem Lycaner insgeheim dankbar, dass dieser ihm jenen Wunsch gewehrte.
28.11.06 17:30
 


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